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Allianzen im Kampf für Demokratie und Menschenrechte

Gregor Gysi beim Campus Symposium im Gespräch mit Hamid Karzai und Jörg H. Trauboth

 

Iserlohn – „Die Welt scheint aus den Fugen geraten zu sein. Es sind nicht nur Länder, die gegenseitig in den Krieg ziehen, sondern auch unterschiedliche Ideologien und Religionen, die schon immer in der Weltgeschichte gegeneinander kämpften. Moralische Werte verleihen einer Gesellschaft nachhaltig Stabilität. Globale Allianzen sind wichtig, um friedlich miteinander zu leben. Die Frage ist: Ist dies überhaupt möglich?“, so erläutert Matthias Thelen, Geschäftsführer des Campus Symposiums, die Thematik hinter der Podiumsdiskussion „Allianzen im Kampf für Demokratie und Menschenrechte“. In der Diskussionsrunde wird am Donnerstag, 8. September, Dr. Martin Kessler mit Dr. Gregor Gysi, S.E. Hamid Karzai und Jörg Helmut Trauboth im Gespräch sein.

S.E. Hamid Karzai

Jörg Helmut Trauboth

Dr. Gregor Gysi, MdB

im Gespräch mit Dr. Martin Kessler

 

„Die Gesprächsrunde ist für mich ein persönlicher Höhepunkt, weil sie viele Aspekte verbindet, die unsere Hochschule bewegen“, so ISM-Präsident Prof. Dr. Ingo Böckenholt. „Das Studium an der ISM ist ganz gezielt international ausgerichtet, weil es wichtig ist, dass junge Menschen fremde Kulturen kennenlernen, kulturelle Unterschiede verstehen und im später im Berufsleben Verständnis für die Position des Anderen entwickeln.“

 

Seine Aufgabe schien schier unmöglich: Als erstes frei gewähltes afghanisches Staatsoberhaupt sollte S.E. Hamid Karzai sein von Krieg und Terror geschundenes Land in die Demokratie führen. Ab 2001 stellte er sein Leben 13 Jahre lang in den Dienst seines Volkes. Partizipative Strukturen, die Befreiung der Frauen aus dem Joch überkommener Traditionen, Menschenrechte – all das stand auf der Agenda. Die Herausforderungen des gesellschaftlichen Wandels und welche Rolle die Nachbarländer sowie die westlichen Staaten dabei gespielt haben, wird Hamid Karzai in der Podiumsdiskussion und in seinem Vortrag am Freitag, 9. September, verdeutlichen.

 

Außerdem wird der international tätige Krisenmanager und ehemalige NATO-Generalstabsoffizier der Luftwaffe, Jörg Helmut Trauboth, an der Diskussionsrunde teilnehmen. Im Jahr 1997 gründete er seine eigene Beratungsfirma, entwickelte sie in kurzer Zeit zum Marktführer und fungierte als unabhängiger Berater für namhafte deutsche Versicherungen. Er beriet in mehr als 300 Fällen bei Erpressungen, Rückrufen und Entführungen und etablierte das Krisenmanagement-System in vielen nationalen und internationalen Unternehmen.

 

Aus deutscher Sicht wird Dr. Gregor Gysi das Thema in der Gesprächsrunde beleuchten. Als Mitglied im Deutschen Bundestag hat er nicht nur Einfluss auf die Gesetzgebung, er ist auch  dafür bekannt, klar zu sagen, was er denkt und was ihm nicht gefällt. Der Rechtsanwalt hat sich schon in der DDR für Bürgerrechte eingesetzt und zeigt klar, dass ihm Menschenrechte und Gleichberechtigung in der Demokratie wichtig sind. Dies wird auch im Interview mit der Frauenzeitschrift Donna ersichtlich: „Ich möchte, dass die Linke in der Lage ist, auch konservative Persönlichkeiten der Geschichte zu würdigen; und ich möchte, dass die Konservativen in der Lage sind, auch linke Persönlichkeiten der Geschichte zu würdigen. Das habe ich noch lange nicht geschafft.“

 

 

 

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