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Zehntes Campus Symposium ist erfolgreich in neue Ära gestartet

Der Wechsel ist perfekt: das erste Campus Symposium unter der Ägide von Christoph Neumann war ein voller Erfolg. „Es war uns wichtig, das herangewachsene Renomee der Veranstaltung zu erhalten, aber auch neue Akzente zu setzen“, sagt Neumann. Er und sein Team hatten sich vorgenommen, den Fokus auf das Thema Digitalisierung zu setzen und wichtige Impulse für die Region anzuregen. „Wir sehen uns als Dienstleister für Südwestfalen, der Zukunftsthemen anspricht und die richtigen Menschen zusammenbringt – dazu gehören sicher auch prominente Gesichter, aber am Ende wollen wir erreichen, dass unsere Gäste mit neuen Ideen nach Hause gehen.“

Dazu hatte das Team ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt, das verschiedene Aspekte der Digitalisierung beleuchten und diskutieren sollte: der ehemalige EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hielt ein leidenschaftliches Plädoyer für den europäischen Zusammenhalt, denn nur mit vereinten Kräften könne man sich auf dem internationalen Parkett behaupten. Dorothee Bär, die Staatsministerin für Digitalisierung, forderte mehr Engagement aus der Gesellschaft: es gebe keinen Grund, warum die Industrienation Deutschland nicht auch zur Digitalnation werden könne. Es brauche Offenheit, dann bestehe im Wandel eine große Chance, die vor allem dem ländlichen Raum neue Möglichkeiten eröffne. Der NRW-Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie Andreas Pinkwart sah die Region Südwestfalen in einer guten Ausgangssituation – besonders der Mittelstand müsse die Chance nutzen, das eigene Know-How in Digitale Geschäfstmodelle umzusetzen, um in Bereichen wie der Automatisierung und der künstlichen Intelligenz den eigenen Vorsprung auszubauen.

Pinkwart verwies auf die Offenheit der Menschen in Estland; der kleine baltische Staat hat sich zur Vorreiternation in Sachen digitaler Verwaltung entwickelt. Die Menschen, so der estnische Botschafter Mart Laanemäe, der das Konzept vorstellte, hätten weniger Vorbehalte gegenüber der Digitalisierung; das sei auch deswegen so, weil der Staat seinen Bürgern jederzeit Kontrolle über ihre Daten und deren Nutzung einräume.

In einzelnen Diskussionsrunden besprachen Experten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft die Erfordernisse digitaler Geschäftsmodelle, wagten einen Blick in die Zukunft der Medien, erläuterten, welchen Schutz digitale Infrastrukturen brauchen und diskutierten die Anforderungen an die Mobilität der Zukunft, einem Thema, das angesichts der geplanten Teststrecke zum autonomen Fahren auch einen ganz konreten regionalen Bezug hat. Bernd Reichelt, Geschäftsführer der Stadtwerke Menden, stellte das Projekt vor, das er gemeinsam mit den Stadtwerken Arnsberg und Partnern aus der heimischen Industrie entwickelt: „Wir sind seit Januar mit mehreren Unternehmen dabei und wir möchten, dass es Diskussion gibt, so wie heute. Aber derartige Diskussionen sollen nicht nur in Ballungszentren, Großstädten und Hotspots stattfinden, sondern auch in ländlichen Regionen wie hier.“, so Reichelt. 

Neben den Vorträgen und Diskussionen im grossen Vortragszelt bot das Campus Symposium auch Raum für Workshops, die das Team gemeinsam mit Experten auf die Beine gestellt hatte: dabei ging es nicht nur um handfeste Digitalthemen wie die Frage nach verbindlichen und offenen Digitalstandards (Screwerk GmbH) oder der Entwicklung hin zur Fabrik 4.0 (Karon Beratungsgesellschaft, Kuka AG), sondern auch um ihre wirtschaftlichen Auswirkungen auf die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen und den Wandel von Arbeit und Unternehmens- sowie Führungsstrukturen.

In einem eigenen Workshop ging das CS-Team das Thema des Fachkräftemangels an. „Um innovativ zu bleiben, müssen wir die jungen Leute für uns begeistern, damit sie nach der Ausbildung oder nach dem Studium bei uns bleiben. Sie bringen nicht nur ihre Arbeitskraft, sondern auch neue Erkenntnisse und neues Denken mit in die Unternehmen“, erläutert Christoph Neumann. Viele Firmen seien schon mit eigenen Initiativen aktiv geworden. „Es geht jetzt darum, die Bemühungen Einzelner zu bündeln und weitere Partner mit ins Boot zu holen, um in einer gemeinsamen Aktion möglichst viele junge Menschen zu erreichen. Genau das wollen wir in unserem Workshop anstoßen und in den nächsten Monaten weiter ausbauen.“ Die Keimzelle war indes geschaffen: am Ende des Workshops unterschrieben zwölf der anwesenden Unternehmen eine gemeinsame Absichtserklärung, in der sie sich bereit erklärten, an der unter dem Dach des Campus Symposiums entstandenen Initiative mitzuwirken.

Insgesamt zieht Neumann nach der zweitägigen Veranstaltung ein positives Fazit: „Wir können sehr stolz sein. Das Team hat hart für den Erfolg des Campus Symposiums gearbeitet und sich so manche Nacht um die Ohren geschlagen.“ Das Ziel, besonders das Thema in den Vordergrund zu stellen, sei erreicht worden. „An allen Vorträgenund Diskussionen bestand großes Interesse“, sagt Neumann, „und auch die Workshops waren gut besucht. Wir haben durchweg großes Lob erhalten.“ Das Ziel der Veranstaltung, so Neumann, habe das Team voll erreicht: „Wir haben den Nerv der Leute in unserer Region getroffen. Deswegen wollen wir weitermachen – nicht erst in zwei Jahren beim nächsten Campus Symposium, sondern noch in diesem Jahr. Wir haben bereits große Pläne.“